Glossar
Glossar
Alle Fachbegriffe der Chronik in alphabetischer Reihenfolge. Die Zahl am Ende nennt den Abschnitt, in dem der Begriff eingeführt wird.
A
- Agenten – Sprachmodelle, die mit Werkzeugen handeln und mehrstufige Aufgaben in einer Schleife aus Planen, Handeln und Prüfen erledigen. 7
- AGI – Artificial General Intelligence, eine KI, die so vielseitig wäre wie ein Mensch. Ob sie erreichbar ist, ist umstritten. 8
- Aktivierungsfunktion – Regel, die aus der gewichteten Summe der Eingaben den Ausgabewert eines Neurons macht. 3
- AlexNet – Faltendes Netz mit acht Schichten, das 2012 den ImageNet-Wettbewerb gewann und den Durchbruch des Deep Learning markiert. 5
- Alignment – Ausrichtung eines Modells an dem, was Menschen von ihm wollen, statt an dem, was im Trainingsmaterial am wahrscheinlichsten ist. 6
- AlphaFold 2 – Modell von DeepMind, das 2020 die dreidimensionale Form von Proteinen aus ihrer Bausteinkette vorhersagt. 6
- AlphaGo – Programm von DeepMind, das 2016 den Go-Profi Lee Sedol besiegte, durch Suche plus zwei tiefe Netze. 5
- Architektur – Bauplan eines Netzes: welche Schichten es hat und wie sie verbunden sind. 6
- Assoziatives Gedächtnis – Netz nach Hopfield (1982), das Muster als Ganzes speichert und aus Bruchstücken vervollständigt. 3
- Attention – Verfahren, bei dem ein Netz beim Erzeugen jedes Worts gewichtet auf alle Wörter der Eingabe zurückblickt. 5
- Autonome Waffensysteme – Waffen, die ihr Ziel ohne menschliche Freigabe auswählen und bekämpfen; seit 2014 Gegenstand von Verhandlungen bei den Vereinten Nationen. 8
B
- Backpropagation – Verfahren, das den Fehler eines Netzes rückwärts durch alle Schichten verfolgt und jedem Gewicht seinen Anteil zuweist. 3
- Bayes’sche Netze – Modelle, die Abhängigkeiten zwischen Dingen als Wahrscheinlichkeiten abbilden. 4
- Benchmarks – Standardisierte Prüfungen, mit denen Modelle verglichen werden. 7
- Bestärkendes Lernen – Lernen aus Belohnung und Strafe statt aus richtigen Antworten; das System probiert Handlungen aus. 5
- Black Box – Ein tiefes Netz, dessen Entscheidungsgründe nach dem Training niemand mehr genau benennen kann. 5
C
- Chain of Thought – Gedankenkette: ein Modell wird gebeten, Schritt für Schritt zu denken, bevor es antwortet. 7
- Chatbot – Programm, mit dem man sich schriftlich unterhält. 2
- ChatGPT – Chat-Oberfläche auf einem GPT-Modell, veröffentlicht im November 2022. 7
- Chinesisches Zimmer – Searles Gedankenexperiment (1980): Wer chinesische Zeichen nur nach einem Regelbuch umformt, versteht kein Chinesisch; ein Programm tue nichts anderes. 3
- Klasse – Kategorie, in die ein Beispiel bei der Klassifikation einsortiert wird. 2
- Klassifikation – Einsortieren von Beispielen in Klassen. 2
- CLIP – Modell von OpenAI (2021), das Bilder und Texte im selben Vektorraum ablegt. 6
- Convolutional Neural Network (CNN) – Faltendes Netz, das Bilder mit wandernden Filtern nach Mustern absucht. 3
D
- Decoder – Teil eines Netzes, der aus einer inneren Darstellung Wort für Wort Text erzeugt. 5
- Deep Learning – Lernen in tiefen Netzen mit vielen Schichten, die ihre Merkmale stufenweise selbst bilden. Begriff von Hinton, 2006. 4
- Deepfakes – Gefälschte Bilder, Stimmen oder Videos realer Personen, erzeugt durch generative Modelle. 7
- DENDRAL – Erstes Expertensystem (ab 1965), das Molekülstrukturen aus Spektrometerdaten ableitete. 3
- Deskriptoren – Handgemachte Bildmerkmale wie SIFT und SURF, die Kanten und Ecken als Zahlenlisten beschreiben. 4
- Destillation – Training eines kleinen Modells darauf, die Antworten eines großen nachzuahmen. 7
- Diffusionsmodelle – Bildgeneratoren, die lernen, schrittweise verrauschte Bilder wieder zu entrauschen. 7
- DQN – Netz von DeepMind (2013), das Atari-Spiele allein aus Bildschirmpixeln und Punktestand lernte. 5
- Dropout – Zufälliges Abschalten von Neuronen beim Training, damit sich das Netz nicht auf einzelne verlässt. 5
E
- ELIZA – Früher Chatbot von Weizenbaum (1966), der mit Schlüsselwörtern und Satzmustern antwortete. 2
- Emergente Fähigkeiten – Fähigkeiten, die kleinen Modellen fehlen und ab einer bestimmten Größe von selbst auftauchen. 6
- Empfehlungsdienste – Systeme, die aus dem bisherigen Verhalten vorhersagen, welches Video, Produkt oder welcher Beitrag als Nächstes gefällt. 5
- Encoder – Teil eines Netzes, der eine Eingabe liest und zu einer inneren Darstellung verdichtet. 5
- Entscheidungsbaum – Folge von Ja/Nein-Fragen, die zu einer Entscheidung führt. 4
- Epoche – Ein vollständiger Durchlauf durch alle Trainingsbeispiele. 5
- Expertensystem – Programm, das in einem engen Fachgebiet mit Regeln wie ein menschlicher Experte entscheidet. 3
F
- Faktenwissen – Lehrbuchwissen eines Fachgebiets, im Gegensatz zum heuristischen Erfahrungswissen. 3
- Feature Engineering – Von Menschen ausgedachte Berechnung von Merkmalen aus Rohdaten. 4
- Fehler – Zahl, die misst, wie weit die Ausgabe eines Netzes von der richtigen Antwort abweicht. 3
- Feintuning – Anpassung eines vortrainierten Modells an eine bestimmte Aufgabe mit wenigen Beispielen. 6
- Filter – Kleine Musterschablonen, die in einem faltenden Netz über das Bild wandern. 3
- Foundation Model – Einmal vortrainiertes Modell, auf dem viele Anwendungen aufsetzen. Begriff von 2021. 6
- Frames – Datenstrukturen nach Minsky, die alle Eigenschaften eines Begriffs bündeln und von Oberbegriffen erben. 3
- Fuzzy-Logik – Logik mit Abstufungen zwischen wahr und falsch, von Zadeh, 1965. 2
G
- GANs – Generative Adversarial Networks: ein Fälscher-Netz und ein Prüfer-Netz treten gegeneinander an. 5
- General Problem Solver – Programm von Newell, Shaw und Simon (1957), das jedes Problem durch Zerlegen in Teilziele lösen sollte. 2
- Generalisierung – Fähigkeit eines Modells, auch nie gesehene Beispiele richtig einzuordnen. 2
- Generative KI – Modelle, die neue Inhalte erzeugen, statt Vorhandenes nur einzuordnen. 7
- Gespeichertes Programm – Bauprinzip, bei dem das Programm wie Daten im Speicher liegt statt in der Verdrahtung. 1
- Gewicht – Zahl an einer Verbindung, mit der das ankommende Signal multipliziert wird; Lernen heißt Gewichte verändern. 1
- GPU – Grafikprozessor mit Tausenden einfachen Rechenwerken, der das Training neuronaler Netze stark beschleunigt. 4
- Gradient – Angabe für jedes Gewicht, in welche Richtung und wie stark sich der Fehler ändert. 3
- Gradientenabstieg – Schrittweises Verstellen der Gewichte in die Richtung, die den Fehler senkt. 3
H
- Halluzinationen – Überzeugend klingende, aber falsche Aussagen eines Sprachmodells. 7
- Heuristiken – Faustregeln, die aussichtslose Möglichkeiten früh aussortieren. 1
- Heuristisches Wissen – Erfahrungsregeln, die ein Experte erst in Jahren der Praxis erwirbt. 3
- Hidden-Markov-Modelle – Statistische Modelle für Folgen verborgener Zustände, die nur über ihre Wirkungen sichtbar sind; Grundlage der Spracherkennung bis 2012. 4
I
- ImageNet – Datenbank mit Millionen von Hand beschrifteter Fotos (2009) und der zugehörige Wettbewerb. 4
- In-Context-Learning – Ein Modell setzt ein im Prompt gezeigtes Muster fort, ohne dass sich seine Gewichte ändern. 6
- Inferenz – Einsatz eines fertig trainierten Modells, im Gegensatz zum Training. 7
- Inferenzmaschine – Teil eines Expertensystems, der Regeln aneinanderreiht und Schlüsse zieht. 3
- Instruction Tuning – Nachtraining mit Beispielen, in denen auf eine Anweisung die gewünschte Antwort folgt. 7
- Intelligenzexplosion – Goods Gedanke von 1965: Eine Maschine, die klüger ist als ihre Erbauer, baut noch klügere Maschinen. 7
J
- Jailbreak – Prompt, der die antrainierten Grenzen eines Modells umgeht. 7
K
- KI-Effekt – Sobald ein Verfahren zuverlässig funktioniert, gilt es nicht mehr als KI, sondern als Software. Einleitung
- KI-Winter – Phase aus Enttäuschung und Geldmangel in der KI-Forschung. 2
- Kombinatorische Explosion – Vervielfachung der Möglichkeiten mit jedem Schritt, etwa bei Schachzügen. 2
- Kontextfenster – Menge an Tokens, die ein Modell auf einmal berücksichtigen kann. 7
- Künstliches Neuron – Mathematische Nachbildung einer Nervenzelle, die Eingaben summiert und bei Überschreiten eines Schwellenwerts feuert. 1
L
- Large Language Model (LLM) – Großes Sprachmodell mit Milliarden Parametern. 6
- Lernrate – Schrittweite beim Gradientenabstieg, etwa 0,1: jedes Gewicht wird um ein Zehntel seines Gradienten verändert. 3
- Linear trennbar – Aufgabe, bei der eine einzige Gerade alle Beispiele der einen Klasse von der anderen trennt. 2
- LISP – Programmiersprache von McCarthy (1958), jahrzehntelang die Sprache der KI-Forschung. 2
- Logic Theorist – Programm von Newell, Shaw und Simon (1956), das mathematische Sätze bewies. 1
- LSTM – Long Short-Term Memory: rekurrentes Netz mit Speicherzelle und Toren, von Hochreiter und Schmidhuber, 1997. 4
M
- Maschinelles Lernen – Oberbegriff für Programme, die aus Erfahrung besser werden, statt programmiert zu sein. Begriff von Samuel, 1959. 2
- Merkmale – Eigenschaften der Daten, die für eine Aufgabe nützlich sind, etwa Kanten in Bildern. 3
- Mixture of Experts – Modell aus vielen Teilnetzen, von denen pro Token nur wenige rechnen. 7
- Modell – Rechenvorschrift mit fertig eingestellten Gewichten, das Ergebnis des Trainings. 2
- Modellkollaps – Verlust seltener Muster, wenn ein Modell auf den Ausgaben seiner Vorgänger trainiert wird. 7
- Monte-Carlo-Baumsuche – Suchverfahren, das Partien zufällig zu Ende spielt und die Züge weiterverfolgt, die sich am häufigsten lohnen; zweiter Baustein von AlphaGo. 5
- Moravecsches Paradox – Was Menschen schwerfällt (Schach, Algebra), ist für Rechner leicht; was jedes Kind beherrscht (Sehen, Greifen, Gehen), ist für Rechner schwer. 3
- Multimodale Modelle – Modelle, die neben Text auch Bilder, Ton und Video verarbeiten. 7
N
- Nächste-Nachbarn-Algorithmus – Verfahren, das ein neues Beispiel mit den ähnlichsten bekannten vergleicht. 4
- Neuronales Netz – Viele verbundene künstliche Neuronen, bei denen die Ausgabe des einen die Eingabe des nächsten ist. 1
- Neuronen – Nervenzellen, die Signale empfangen und bei genügend Anregung selbst feuern. 1
- NP-Vollständigkeit – Theorie (um 1971), nach der ganze Klassen von Aufgaben in absehbarer Zeit unlösbar sind. 2
O
- Open-Weights-Modelle – Modelle, deren Gewichte jeder herunterladen und auf eigener Hardware betreiben kann. 7
- Overfitting – Ein Netz lernt seine Trainingsbeispiele auswendig, statt das allgemeine Muster zu erfassen. 5
P
- Parameter – Die einstellbaren Zahlen eines Modells, vor allem seine Gewichte. 6
- Perzeptron – Künstliches Neuron nach Rosenblatt (1958), das seine Gewichte selbst einstellt. 2
- Pixel – Bildpunkte eines digitalen Bilds, jeder mit einem Helligkeitswert. 3
- Pooling-Schicht – Schicht, die ein Bild verkleinert, indem sie aus einer Nachbarschaft von Pixeln nur den stärksten Wert behält. 3
- Problem des verschwindenden Gradienten – Die Fehlerinformation schrumpft auf dem Weg durch viele Schichten, sodass vordere Schichten nicht lernen. 3
- Prompt – Der Eingabetext, den man einem Sprachmodell gibt. 6
- Prompt Injection – Versteckte Anweisungen in Inhalten, die ein Agent liest und fälschlich ausführt. 7
Q
- Quantisierung – Speichern der Gewichte mit weniger Nachkommastellen, damit Modelle kleiner und schneller werden. 7
R
- RAG – Retrieval-Augmented Generation: das Modell antwortet auf Grundlage vorher herausgesuchter Dokumente. 7
- Random Forest – Viele unterschiedliche Entscheidungsbäume, die abstimmen. 4
- Rauschen – Veränderung jedes Bildpunkts um einen zufälligen Betrag; nach vielen Schritten bleibt nur ein formloses Gewimmel heller und dunkler Punkte, das Diffusionsmodelle schrittweise entfernen lernen. 7
- Reasoning-Modelle – Modelle, die vor der Antwort Zwischenschritte durcharbeiten. 7
- Rekurrentes neuronales Netz (RNN) – Netz, das eine Sequenz Element für Element liest und dabei ein Gedächtnis mitführt. 4
- ReLU – Aktivierungsfunktion, die negative Summen als 0 und positive unverändert ausgibt. 5
- Residual-Verbindungen – Abkürzungen, über die das Signal Schichten überspringen kann; machen sehr tiefe Netze trainierbar. 5
- RLHF – Reinforcement Learning from Human Feedback: Menschen bewerten Antworten, das Modell lernt, gut bewertete zu bevorzugen. 7
- Roboter – Künstliche Maschine, die Arbeit verrichtet, die sonst Menschen tun; das Wort stammt aus Čapeks „R.U.R.“ (1920). 1
- Rückwärtsverkettung – Schließen vom vermuteten Ergebnis zurück zu den Regeln, die es stützen. 3
S
- Schichten – Hintereinander angeordnete Gruppen von Neuronen; die Ausgaben einer Schicht sind die Eingaben der nächsten. 2
- Schwache KI – Simulation intelligenten Verhaltens für bestimmte Aufgaben; trifft auf alle bisherigen Systeme zu. 3
- Schwellenwert – Grenzwert, ab dem ein künstliches Neuron eine 1 ausgibt. 1
- Selbstüberwachtes Lernen – Der Text liefert die richtige Antwort selbst, etwa durch Vorhersage verdeckter Wörter. 6
- Self-Attention – Jedes Wort eines Textes gewichtet, wie wichtig jedes andere Wort desselben Textes für sein Verständnis ist. 6
- Sequence-to-Sequence – Encoder liest eine Sequenz, Decoder erzeugt daraus eine andere, etwa eine Übersetzung. 5
- Sequenzen – Daten, bei denen die Reihenfolge zählt, etwa Text oder Sprache. 4
- Shakey – Erster mobiler Roboter, der seine Handlungen selbst plante (SRI, 1966–1972); Ursprung des Suchalgorithmus A*. 2
- Sicherheitsfaktor – Wert zwischen 0 und 1, mit dem MYCIN die Verlässlichkeit einer Regel bewertete. 3
- Singularität – Der von Vinge 1993 so benannte Punkt, an dem Maschinen die menschliche Intelligenz übertreffen und die Entwicklung sich der Vorhersage entzieht. 7
- Skalierungsgesetze – Die Leistung steigt vorhersagbar mit Modellgröße, Datenmenge und Rechenleistung. 6
- Sprachmodell – Netz, das für einen Textanfang die Wahrscheinlichkeit jedes nächsten Tokens berechnet. 6
- Starke KI – Eine Maschine, die tatsächlich versteht und ein Bewusstsein hat. 3
- Suchverfahren – Durchsuchen eines Baums von Möglichkeiten nach einem Weg zum Ziel. 2
- Support Vector Machines – Verfahren, das die Trennlinie mit dem größten Abstand zu beiden Klassen sucht. 4
- Symbol – Zeichen, das für etwas steht, etwa ein Wort oder eine Schachfigur. 2
- Symbolische KI – Ansatz, Denken als Umformen von Symbolen nach Regeln nachzubilden. 2
- Synthetische Daten – Trainingsdaten, die Modelle selbst erzeugen. 7
- Systemprompt – Unsichtbare Anweisung des Anbieters, die jedem Gespräch vorangestellt wird. 7
T
- Temperatur – Einstellung, ob ein Modell immer das wahrscheinlichste Token wählt oder auch unwahrscheinlichere. 7
- Testdaten – Zurückgehaltene Beispiele, mit denen geprüft wird, ob ein Modell Unbekanntes richtig einordnet. 5
- Tokenizer – Verfahren, das Text in Tokens zerlegt, gelernt aus den häufigsten Zeichenfolgen. 6
- Tokens – Wörter oder Wortteile, mit denen ein Sprachmodell rechnet. 6
- Tools – Werkzeuge wie Websuche oder Codeausführung, die ein Agent benutzen kann. 7
- Tore – Lernende Schalter im LSTM, die entscheiden, was gespeichert, behalten und ausgegeben wird. 4
- Training – Üben an Beispielen, bei dem die Gewichte schrittweise angepasst werden. 2
- Trainingsdaten – Die Beispielsammlung, an der ein Modell lernt. 2
- Transfer Learning – Ein vortrainiertes Netz als Ausgangspunkt für eine neue Aufgabe nutzen. 5
- Transformer – Architektur von 2017, die ganz auf Self-Attention beruht und alle Wörter gleichzeitig verarbeitet. 6
- Turing-Maschine – Gedachtes Gerät von 1936, das alles berechnen kann, was berechenbar ist. 1
- Turing-Test – Ein Mensch chattet mit einem Unbekannten; kann er Mensch und Maschine nicht unterscheiden, gilt die Maschine als intelligent. 1
U
- Überwachtes Lernen – Lernen an Beispielen, bei denen die richtige Antwort mitgeliefert wird. 2
- UND, ODER, NICHT – Die drei Grundbausteine der Logik, aus denen jede Rechnung eines Computers besteht. 1
- Unüberwachtes Lernen – Das Verfahren bekommt nur Daten und sucht darin selbst nach Struktur. 4
V
- Vektor – Liste von Zahlen, etwa die Darstellung eines Worts im Raum der Word Embeddings. 5
- Vektordatenbank – Speicher für Dokumente als Vektoren, in dem sich inhaltlich nahe Textstellen finden lassen. 7
- Verborgene Schichten – Schichten zwischen Eingabe und Ausgabe, deren Ausgaben niemand vorgeben kann. 3
- Vision-Language-Action-Modell – Sprachmodell, das Kamerabilder und Anweisungen liest und daraus Bewegungsbefehle für einen Roboter erzeugt (RT-2, 2023). 8
- Vortraining – Lernen allgemeinen Sprachverständnisses an riesigen Textmengen, vor dem Feintuning. 6
- Vorwärtsverkettung – Schließen von bekannten Fakten aus durch Anwenden aller passenden Regeln. 3
W
- Weltmodelle – Modelle, die Raum, Zeit und Physik lernen statt nur Text. 8
- Wissensakquisitions-Engpass – Fachleute können ihr Wissen nur zum Teil in Regeln fassen. 3
- Wissensbasis – Sammlung der Wenn-dann-Regeln eines Expertensystems. 3
- Word Embeddings – Darstellung von Wörtern als Vektoren, bei der verwandte Wörter nah beieinander liegen. 5
X
- XOR – Exklusives Oder: wahr, wenn genau eine von zwei Eingaben wahr ist; nicht linear trennbar. 2
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